Nils Mönkemeyer
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Nach seiner vielbeachteten, die Klassik-Charts stürmenden Debüt-CD "Ohne Worte", präsentiert der junge Bratscher Nils Mönkemeyer auf seiner neuen Einspielung Kompositionen für Viola und Orchester. Dabei schlägt Mönkemeyer zusammen mit den Dresdner Kapellsolisten unter Helmut Branny einen gelungenen Bogen vom Barock hin zur Klassik: Die CD enthält stimmungsvolle Arrangements von Melodien aus Kantaten von Johann Sebastian Bach, teilweise von Mönkemeyer selbst vorgenommen, so z. B. "Ich habe genug" (BWV 82) oder "Weichet nur, betrübte Schatten". Im Mittelpunkt der CD steht die Weltersteinspielung: ein Konzert des böhmischen Komponisten Antonio Rosetti (1750-1792), der ein hochangesehener Komponist auf der Schwelle vom Barock zur Klassik war. Sein Konzert für Viola und Orchester (RWV CA15) steht für Mönkemeyer in der Tradition eines Vivaldis: Neben der virtuosen Brillanz, mit der Rosetti den Solo-Part spickte, sorgen rhythmischer Esprit, volksliedhafte Motive (Allegro) und deftige Tanz-Effekte (Rondo) für eingängige Attraktivität. Komplettiert wird die CD mit dem populären Viola-Konzert D-Dur von Franz Anton Hoffmeisters (1754-1812).
Am 17. Oktober wurde Nils Mönkemeyer mit dem Echo Klassik 2010 in der Kategorie "Konzerteinspielung des Jahres - (18. Jahrhundert) Viola" in der in der Essener Philharmonie ausgezeichnet.
"Mit der Bratsche wird man selten berühmt. Nils Mönkemeyer spielt sie aber so gut, dass manche Geiger neidisch werden. Obendrein pflegt er ein originelles Repertoire - höchste Zeit für ein Comeback der oft verachteten Viola. Für seine neue CD "Weichet nur, betrübte Schatten" hat er sich die Komponisten Antonio Rosetti (1750-1792) und Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) vorgenommen: beide zu ihrer Zeit hoch angesehene Meister. Rosettis Viola-Konzert in G-Dur - eine CD-Premiere - spielt Mönkemeyer mit einem Groove, der an den Jazzmaster Stéphane Grappelli erinnert. Der swingende Zugriff passt blendend zu dem rhythmisch packenden und melodisch höchst eingängigen Stück, Mönkemeyer verschleift keine Note, jeder Akzent sitzt. Eine wunderbare Klangerfahrung. Und eben keine Violine, eher ein tenorales Cello auf Speed."
(Spiegel Online)
"Mönkemeyers Bratsche klingt nicht etwa bloß tiefergelegt, sondern gewinnt aus der Deckung etwas ganz Eigenes in der Heimat der Melancholie. Im Mittelteil der Platte ist Mönkemeyer als Arrangeur tätig geworden: Einige Bach-Arien aus Kantaten hat er für die Bratsche fruchtbar gemacht, den Text singt sein Instrument - ohne Worte. Es funktioniert. Besser die erste Bratsche als die zweite Geige."
(Zeit)
"Rosetti, Bach, Hoffmeister - Letztes Jahr war der vive 31-jährige Bremer Bratschist eine der originellsten CD Neuentdeckungen. Nun folgt die orchestrale Visitenkarte [… mit] nicht unheiklen, bearbeiteten Bachkantatensätzen. Doch gerade dieses Herzstück bekommt so ein neues, instrumental schönes, fein und frisch ausgesponnenes Klanggewand. Auch wegen der wachen Dresdner Kapellsolisten."
(Die Welt)
"Das Opfer tönt zurück. Bratschist Nils Mönkemeyer beweist in seinem neuen Album "Weichet nur, betrübte Schatten", wie wundervoll sein Instrument tönen kann - bei der Bearbeitung der Bach-Kantate "Ich habe genug" etwa. Auch für seine Interpretation der Viola-Konzerte von Rosetti und Hofmeister gilt: Anhören! Und sofort verwandelt sich Lachen in Verzückung."
(Stern)
"In "Weichet nur, betrübte Schatten" hat der Bratschist Nils Mönkemeyer das Titelstück und fünf weitere Bach-Kantaten für sein schönes Instrument bearbeitet. Geht ans Herz."
(Brigitte)
""Weichet nur, betrübte Schatten" heißt seine aktuelle CD und wäre es nicht seit 250 Jahren der Titel einer Bachschen Hochzeitskantate, es könnte eine poetische PR-Zeile für den Geist dieses Albums sein. Da purzeln die Seelenstreichler und Muntermacher nur so aus stilvollen Bach-Arrangements und Bratschenkonzerten aus Spätbarock und Klassik. Die sechs Kantaten-Bearbeitungen, bei denen Mönkemeyer keineswegs protzig dominiert, umgeben Werke von Rosetti und Hoffmeister. Rosettis Konzert - eine Weltersteinspielung - ist nicht zuletzt der feinfühligen Dresdner Kapellsolisten wegen ein strahlendes Stück Sonne, eine Entdeckung. Nils Mönkemeyer gibt dem Stück einen vitalen Drive wie einst der junge Nigel Kennedy der Geigenliteratur. [...] Leicht hörbare Klassik-Kost in hoher Qualität, wann hat man das schon? Ganz sicher eine Empfehlung für Einsteiger."
(WAZ)
"Solistisch hat Bach die Viola nur selten eingesetzt [...]. Das holt Nils Mönkemeyer jetzt gewissermaßen nach. Außerdem finden sich auf seiner CD Werke zweier frühklassischer Komponisten: ein Violakonzert des Mozartfreundes Franz Anton Hoffmeister und die Weltersteinspielung des Konzerts in G-Dur für Viola und Orchester von Antonio Rosetti. Mit dem ersten Bogenstrich wischt Nils Mönkemeyer die bekannten Vorurteile gegenüber der Viola souverän zur Seite. Voll, rund und nuancenreich ist der Klang seines Instruments, leicht und virtuos sein Spiel. Wie er Klangbögen gestaltet und Kantilenen entfaltet, geht unter die Haut. Begleitet wird Nils Mönkemeyer von den Dresdner Kapellsolisten, das zum Großteil aus Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle besteht und sich die "epochentreue Rekonstruktion des barocken, klassischen und romantischen" Repertoires zur Aufgabe gemacht hat. Was ihnen auf dieser CD zusammen mit Nils Mönkemeyer auf höchst lebendige und inspirierte Weise gelingt."
(Bayern 4 Klassik)
"Mönkemeyer komplettiert die CD mit größtenteils eigenen Arrangements von Kantatensätzen Bachs, der selbst ein Faible für die Viola hatte. Der 31-jährige Bratschist hat bei der Auswahl feinsinniges Gespür für sein Instrument bewiesen: Ob er die Gesangsstimme imitiert oder wie in der Kantate "Ich habe genug" die Oboenstimme übernimmt - die Bratsche fügt sich tatsächlich ganz natürlich in diese Musik ein.
Eindringlich und überzeugend wirkt Mönkemeyer in den gesanglichen, ruhigen Passagen, wenn er mit seinem Instrument dem Klang der menschlichen Stimme nachspürt. In diesen Momenten scheint er in seiner Musik besonders frei und persönlich zu werden. In der fein gestalteten Kantabilität liegt eine bemerkenswerte Stärke des jungen Bratschisten."
(NDR Kultur)
"Bratscher haben es nicht leicht. Da sind einmal Unmengen dämlicher Witze. Zum anderen, und das wiegt schwerer, ist das Repertoire bis ins 20. Jahrhundert hinein ziemlich schmal. Für den einen Pech, für Nils Mönkemeyer eine Herausforderung. Dann müssen zur Not auch mal ein paar Singstimmen dran glauben. Auf seiner zweiten CD "Weichet nur, betrübte Schatten" ersetzt er in Bachs Kantate BWV 207a gleich einen ganzen Chor. Und die Viola kann es hier mit den sechs Sängern des Originals spielend aufnehmen, leuchtend, fast glühend und durchaus triumphierend klingt sie. Mit viel Gespür hat der 31-Jährige noch weitere Kantatensätze für sein Instrument arrangiert, mal spürt er dem Klang der menschlichen Stimme nach, mal übernimmt er den Part der Oboe ("Ich habe genug"), und immer ist das Ergebnis empfindsam, eindringlich."
(ddp)
"Nils Mönkemeyer spielt seine Viola so virtuos, dass selbst die letzten Witzbolde schnell verstummen. Vor allem überrascht Mönkemeyer mit einem ausgesprochen originellen Repertoire. Für dieses Album hat er sich Franz Anton Hoffmeister und Antonio Rosetti ausgesucht, sowie fünf Bach-Kantatensätze für Viola und Orchester arrangiert. Das Ganze klingt manchmal wie gesungen, dann wieder akzentuiert und packend, fast schon swingend."
(MDR Figaro)
"Nun legt er sein zweites Album vor, mit Musik des 18.Jahrhunderts, und beginnt es mit einem Paukenschlag: einer Weltersteinspielung. Das Bratschenkonzert G-Dur von Antonio Rosetti ist ein Werk in bester Tradition Antonio Vivaldis. Es vereint die Leuchtkraft eines festlichen Barockorchesters mit einem virtuosen Solopart, oder, wie Mönkemeyer selbst formuliert: "Das ist swingy - Gute-Laune-Musik aus dem 18.Jahrhundert."
(hr2 Kultur)
Tracklist
Trackdetails anzeigen-
01.Nils Mönkemeyer - I. Allegro 06:54reinhören
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02.Nils Mönkemeyer - II. Grazioso 04:30reinhören
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03.Nils Mönkemeyer - III. Rondo. Allegro - Mineur - Tempo primo 03:41reinhören
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04.Nils Mönkemeyer - Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten, BWV 207a 04:40reinhören
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05.Nils Mönkemeyer - Weichet nur, betrübte Schatten, BWV 202 05:48reinhören
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06.Nils Mönkemeyer - Augustus' Namenstages Schimmer 03:57reinhören
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07.Nils Mönkemeyer - Wir eilen mit schwacehn, doch emsigen Schritten, BWV 04:41reinhören
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08.Nils Mönkemeyer - Schleicht, spielende Wellen, BWV 206 03:25reinhören
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09.Nils Mönkemeyer - Ich habe genug, BWV 82 07:58reinhören
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10.Nils Mönkemeyer - I. Allegro 08:43reinhören
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11.Nils Mönkemeyer - II. Adagio 07:40reinhören
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12.Nils Mönkemeyer - III. Rondo 04:08reinhören

